Die Mikrozirkulation und die Neurone/ Axone der Retina können direkt und nichtinvasiv untersucht werden. Damit ermöglicht man die Beobachtung von frühen Veränderungen, Krankheitsprozessen und Therapie-Konsequenzen zur Prävention von Bluthochdruck, Diabetes, Neurodegeneration, Glaukom und Makuladegeration.

 

 

Retinale Veränderungen repräsentieren vaskuläre Remodelling-Prozesse oder neurodegenerative Erkrankungen

 

In den letzten 15 Jahren ermöglichen digitale Funduskameras in Verbindung mit semi-automatischen Bildauswerteprogrammen die Bestimmung verschiedener Parameter, wie zB. Durchmesser, Tortuosität, Gefäßdichte retinaler Gefäße und der neuronalen Integrität retinaler Axone. Mittels Optical Coherence Tomographie können die retinale Axonschichtdicke und die Anzahl retinaler Ganglienzellen als Maß für Neurogeneration bestimmt werden. Diese genannten Parameter sind (1) mit subklinischen Organschäden (“Silent Cerebral Infarctions“) und (2) mit klassischen klinischen Outcome-Parametern wie klinischer Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz (congestive heart failure), Niereninsuffizienz und kardiovaskulärer Mortalität assoziiert.

Damit stellen die retinalen mikrovaskulären Veränderungen vaskuläre Remodelling-Prozesse in frühen Stadien der arteriellen Hypertension dar und sind deshalb geeignet das Schlaganfall-Risiko zu bestimmen. Immer mehr Untersuchungen der Genom-weiten Assoziations-Studien  zeigen einen genetischen Einfluss auf die Durchmesser der retinalen Gefäße und deuten damit auf neue genetische Marker von systemischen Gefäßerkrankungen hin. 1

 

Diagnostik der hypertensiven und diabetischen Retinopathie als Teil der Schlaganfall-Prävention

 

Die hypertensive/ diabetische Retinopathie stellt ein Spektrum von Veränderungen der retinalen Gefäße bei Patienten mit erhöhtem Blutdruck dar. 2 Die Untersuchung von Hypertonikern zur Detektion einer hypertensiven Retinopathie und des Grades wird international als Teil der Standarduntersuchung dieser Patientengruppe gesehen. 3-5  Diese Einschätzung wird im früheren 6 und im aktuellen  Report 7 des Joint National Committee on Prevention, Detection, Evaluation, and Treatment of High Blood Pressure (JNC) unterstützt. In beiden Reports wird die Retinopathie als eine von mehreren Markern eines Organschadens bei arterieller Hypertonie gelistet. Auf Basis der JNC-Kriterien stellt die Diagnose einer Retinopathie eine Indikation für den Beginn einer antihypertensiven Behandlung dar, auch bei Patienten mit Stadium 1-Hypertonie (Blutdruck 140 bis 159/ 90 bis 99 mm Hg), die keine weiteren Organschäden aufweisen.

 

Prognostische Bedeutung der hypertensiven Therapie

 

Veränderungen im Sinne einer hypertensiven Retinopathie besitzen eine prognostische Bedeutung hinsichtlich des Schlaganfall-Risikos. Falls Veränderungen der Netzhautgefäße nachweisbar sind, ist das Risiko einer zerebralen Ischämie sogar um den Faktor 2–4 erhöht. 8 Der Grad der  hypertensiven Retinopathie ist korreliert mit der Höhe des arteriellen Blutdrucks. Kürzlich publizierte Studien zeigten, dass bestimmte mikrovaskuläre Veränderung der retinalen Mikrozirkulation (retinale Blutungen, Mikroaneurysmen, Mikroinfarkte) das Risiko von Schlaganfall und von Tod durch Schlaganfall unabhängig von gemessenen Blutdruckwerten und anderen Risikofaktoren abschätzen lassen.

Patienten, bei denen Zeichen einer hypertensiven Retinopathie diagnostiziert wurden und engmaschiger hinsichtlich des zerebrovakulären Risiko kontrolliert werden zeigen einen günstigeren Krankheitsverlauf. 9

 

 

Telemedizinisch unterstütztes Retina Imaging durch Talkingeyes®

 

Telemedizisch unterstütztes Retina Imaging durch Talkingeyes® bietet damit die Möglichkeit früherer therapeutischer Interventionen bei frühen, mikrozirkularischen und neuronalen Veränderungen bei Bluthochdruck, Diabetes und Neurodegeneration.

Die Methodik von Talkingeyes® ist im Juli 2014 durch LGA Intercert vom TÜV Nordrhein erfolgreich nach DIN EN ISO 9001:2008 mit Re-audits in 2015 und 2016 zertifiziert worden.

Im Mai 2013 erfolgte die erfolgreiche Datenschutzprüfung durch Datenschutzfirma Atarax und im Februar 2015 die Prüfung mittels „Security-Update“ mit der Note B (zweitbeste Note)bei SSL-Labs.

 

In Kooperation mit der Neurologischen Klinik der Charite, der Technischen Fakultät der Friedrich Alexander-Universität Erlangen wird die Methodik Talkingeyes® kontinuierlich klinisch getestet und weiterentwickelt. 12-16

 

 

Mögliche Messmethoden bei Talkingeyes®

 

Telemedizisch unterstütztes Retina Imaging durch Talkingeyes® kann mit mehreren Methoden erfolgen. Tabelle 1 zeigt summarisch die Indikationen, Einsatzgebiete und die bildlich darstellbaren Biomarker.

Die Mikrozirkulation und die Neurone/ Axone der Retina können direkt und nichtinvasiv untersucht werden. Damit ermöglicht man die Beobachtung von frühen Veränderungen, Krankheitsprozessen und Therapie-Konsequenzen zur Prävention von Bluthochdruck, Diabetes, Neurodegeneration, Glaukom und Makuladegeration.

 

 

Retinale Veränderungen repräsentieren vaskuläre Remodelling-Prozesse oder neurodegenerative Erkrankungen

 

In den letzten 15 Jahren ermöglichen digitale Funduskameras in Verbindung mit semi-automatischen Bildauswerteprogrammen die Bestimmung verschiedener Parameter, wie zB. Durchmesser, Tortuosität, Gefäßdichte retinaler Gefäße und der neuronalen Integrität retinaler Axone. Mittels Optical Coherence Tomographie können die retinale Axonschichtdicke und die Anzahl retinaler Ganglienzellen als Maß für Neurogeneration bestimmt werden. Diese genannten Parameter sind (1) mit subklinischen Organschäden (“Silent Cerebral Infarctions“) und (2) mit klassischen klinischen Outcome-Parametern wie klinischer Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz (congestive heart failure), Niereninsuffizienz und kardiovaskulärer Mortalität assoziiert.

Damit stellen die retinalen mikrovaskulären Veränderungen vaskuläre Remodelling-Prozesse in frühen Stadien der arteriellen Hypertension dar und sind deshalb geeignet das Schlaganfall-Risiko zu bestimmen. Immer mehr Untersuchungen der Genom-weiten Assoziations-Studien  zeigen einen genetischen Einfluss auf die Durchmesser der retinalen Gefäße und deuten damit auf neue genetische Marker von systemischen Gefäßerkrankungen hin. 1

 

 

Diagnostik der hypertensiven und diabetischen Retinopathie als Teil der Schlaganfall-Prävention

 

Die hypertensive/ diabetische Retinopathie stellt ein Spektrum von Veränderungen der retinalen Gefäße bei Patienten mit erhöhtem Blutdruck dar. 2 Die Untersuchung von Hypertonikern zur Detektion einer hypertensiven Retinopathie und des Grades wird international als Teil der Standarduntersuchung dieser Patientengruppe gesehen. 3-5  Diese Einschätzung wird im früheren 6 und im aktuellen  Report 7 des Joint National Committee on Prevention, Detection, Evaluation, and Treatment of High Blood Pressure (JNC) unterstützt. In beiden Reports wird die Retinopathie als eine von mehreren Markern eines Organschadens bei arterieller Hypertonie gelistet. Auf Basis der JNC-Kriterien stellt die Diagnose einer Retinopathie eine Indikation für den Beginn einer antihypertensiven Behandlung dar, auch bei Patienten mit Stadium 1-Hypertonie (Blutdruck 140 bis 159/ 90 bis 99 mm Hg), die keine weiteren Organschäden aufweisen.

 

Prognostische Bedeutung der hypertensiven Therapie

 

Veränderungen im Sinne einer hypertensiven Retinopathie besitzen eine prognostische Bedeutung hinsichtlich des Schlaganfall-Risikos. Falls Veränderungen der Netzhautgefäße nachweisbar sind, ist das Risiko einer zerebralen Ischämie sogar um den Faktor 2–4 erhöht. 8 Der Grad der  hypertensiven Retinopathie ist korreliert mit der Höhe des arteriellen Blutdrucks. Kürzlich publizierte Studien zeigten, dass bestimmte mikrovaskuläre Veränderung der retinalen Mikrozirkulation (retinale Blutungen, Mikroaneurysmen, Mikroinfarkte) das Risiko von Schlaganfall und von Tod durch Schlaganfall unabhängig von gemessenen Blutdruckwerten und anderen Risikofaktoren abschätzen lassen.

Patienten, bei denen Zeichen einer hypertensiven Retinopathie diagnostiziert wurden und engmaschiger hinsichtlich des zerebrovakulären Risiko kontrolliert werden zeigen einen günstigeren Krankheitsverlauf. 9

 

 

Telemedizinisch unterstütztes Retina Imaging durch Talkingeyes®

 

Telemedizisch unterstütztes Retina Imaging durch Talkingeyes® bietet damit die Möglichkeit früherer therapeutischer Interventionen bei frühen, mikrozirkularischen und neuronalen Veränderungen bei Bluthochdruck, Diabetes und Neurodegeneration.

Die Methodik von Talkingeyes® ist im Juli 2014 durch LGA Intercert vom TÜV Nordrhein erfolgreich nach DIN EN ISO 9001:2008 mit Re-audits in 2015 und 2016 zertifiziert worden.

Im Mai 2013 erfolgte die erfolgreiche Datenschutzprüfung durch Datenschutzfirma Atarax und im Februar 2015 die Prüfung mittels „Security-Update“ mit der Note B (zweitbeste Note)bei SSL-Labs.

 

In Kooperation mit der Neurologischen Klinik der Charite, der Technischen Fakultät der Friedrich Alexander-Universität Erlangen wird die Methodik Talkingeyes® kontinuierlich klinisch getestet und weiterentwickelt. 12-16

 

 

Mögliche Messmethoden bei Talkingeyes®

 

Telemedizisch unterstütztes Retina Imaging durch Talkingeyes® kann mit mehreren Methoden erfolgen. Tabelle 1 zeigt summarisch die Indikationen, Einsatzgebiete und die bildlich darstellbaren Biomarker.

 

Literatur

  1. Wong T. ED 04-4 RETINAL ARTERIOLAR STRUCTURE AS A MAKER OF VASCULAR HEALTH. J Hypertens. 2016 Sep;34 Suppl 1 – ISH 2016 Abstract Book:e25.
  2. Walsh JB. Hypertensive retinopathy: description, classification, and prognosis. Ophthalmology 1982;89:1127-31.
  3. 1999 World Health Organization-International Society of Hypertension Guidelines for the Management of Hypertension. J Hypertens 1999;17:151-83.
  4. Ramsay LE, Williams B, Johnston GD, et al. British Hypertension Society guidelines for hypertension management 1999: summary. BMJ 1999;319:630-5.
  5. August P. Initial treatment of hypertension. N Engl J Med 2003;348:610-7.
  6. The Sixth Report of the Joint National Committee on Prevention, Detection, Evaluation, and Treatment of High Blood Arch Intern Med 1997;157:2413-46. [Erratum, Arch Intern Med 1998;158:573.]
  7. Chobanian AV, Bakris GL, Black HR, et al. The Seventh Report of the Joint National Committee on Prevention, Detection, Evaluation, and Treatment of High Blood Pressure: the JNC 7 report. JAMA 2003;289:2560-72. [Erratum, JAMA 2003;290:197.]
  8. Wong T, Mitchell P (2007) The eye in hypertension. Lancet 369:425–435
  9. Wong TY, Mitchell P. Hypertensive retinopathy. N Engl J Med. 2004 Nov 25;351(22):2310-7.
  10. Michelson G, Laser M, Müller S, Weber F, Wärntges S. Validation of telemedical fundus images from patients with retinopathy.. Klin Monbl Augenheilkd. 2011 Mar;228(3):234-8.
  11. Wolz J, Audebert H, Laumeier I, Ahmadi M, Steinicke M, Ferse C, Michelson G Telemedical assessment of optic nerve head and retina in patients after recent minor stroke or TIA. Int Ophthalmol. 2016 Mar 26. [Epub ahead of print]
  12. Abdel-Hamid L, El-Rafei A, El-Ramly S, Michelson G, Hornegger J. Retinal image quality assessment based on image clarity and content. J Biomed Opt. 2016 Sep 1;21(9):96007.
  13. Jumar A, Ott C, Kistner I, Friedrich S, Michelson G, Harazny JM, Schmieder RE. Early Signs of End-Organ Damage in Retinal Arterioles in Patients with Type 2 Diabetes Compared to Hypertensive Patients. 2016 Aug;23(6):447-55. doi: 10.1111/micc.12291.
  14. Forst T, Michelson G, Diessel S, Jahnke J, Kapitza C.Microvascular effects of the inhibition of dipeptidylpeptidase IV by linagliptin in nondiabetic hypertensive patients. J Hypertens. 2016 Feb;34(2):345-50. doi: 10.1097/HJH.0000000000000776.
  15. Meixner E, Michelson G. Measurement of retinal wall-to-lumen ratio by adaptive optics retinal camera: a clinical research. Graefes Arch Clin Exp Ophthalmol. 2015 Nov;253(11):1985-95. doi: 10.1007/s00417-015-3115-y.
  16. Ott C, Harazny JM, Schmid A, Ditting T, Veelken R, Bladowski M, Michelson G, Uder M, Schmieder RE. Retinal microperfusion after renal denervation in treatment-resistant hypertensive patients. Clin Res Cardiol. 2015 Sep;104(9):782-9. doi: 10.1007/s00392-015-0845-0.

 

TABELLE 1

Untersuchungs-methode Fachgebiete Indikation und Einsatzmöglichkeit Darstellbare Biomarker
Goldstandard Funduskamera 1.      Innere Medizin

2.      Neurologie

1.      Hypertonus

2.      Diabetes

1.      Neurodegenerative Prozesse (Schlaganfall, MS, Parkinson, Alzheimer)

2.      Glaukom

1.      Retinale Gefäße

2.      Sehnerv

3.      Makula

Optical Coherence Tomographie OCT 1.      Innere Medizin

2.      Neurologie

1.      Hypertonus

2.      Diabetes

3.      Neurodegenerative Prozesse (Schlaganfall, MS, Parkinson, Alzheimer)

4.      Glaukom

5.      Makuladegeration

1.      Mikro-arteriosklerose retinaler Gefäße

2.      Nervenfaser-schichtdicke

3.      Retinale Ganglien-zelldichte

4.      Makulaödem

Frequency Doubling Technique FDT 1.      Neurologie 1.      Neurodegenerative Prozesse (Schlaganfall)

2.      Glaukom

 

1.      Gesichtsfeld 30°
c-DIGITAL VISION TRAINER® 1.      Innere Medizin

2.      Neurologie

3.      Sportmedizin

1.      Alzheimer-Prophylaxe bei Senioren

2.      Verbesserung des StereoSehens bei Sportler

1.      3D-Sehkraft